Das Projekt “Grenze”, eine ursprünglich als Diplomprojekt geplante und durhgeführt Fotoreportage, war nach dem Abschluss an der Graphischen Bundes- Lehr- und Versuchsanstalt Teil der “Foto Wien 2019”. Im Rahmen des Festivals wurde das Buch in einer Auflage von 50 Stück präsentiert.

„Eine Grenze ist keine Linie.
Wenn man von Grenzen spricht, muss man vom Raum dessen sprechen, was sich um das eigentliche, künstliche Konstrukt befindet.

Grenzen sind per se mehr als reine, räumliche Markierungen, die Staaten und damit auch Verwaltungsräume voneinander trennen. Sie be-grenzen nicht nur Gesetze und soziokulturelle Identitäten, sondern sind ebenso Quelle von Ängsten und Konflikten und damit Zeitzeugen politischer Entwicklungen.
Eine Grenze soll das voneinander trennen, was per Definition nicht zusammengehörig scheint, egal ob man diese Unterscheidung politisch, soziologisch, geographisch, kulturell oder historisch anlegt.

So statisch räumlich erkennbare Grenzgebiete auch sein mögen, so dynamisch sind hingegen die Prozesse, die sich grenzüberschreitend abspielen.
Grenzen sind ebenso Erfahrungsräume, denen sowohl eine Form von Tristesse und Benachteiligung zugesprochen werden kann, als auch ein großes Potential für kulturellen oder ökonomischen Austausch.“

© Vincent Forstenlechner  | © Peter Griesser |© Ira Grünberger  | © Linda Wonnebauer | © Mercan Sümbültepe 







Das Konzept des Buches folgte der Idee zwei Buchblöcke zu schaffen, die Seite für Seite ineinander verschränkt werden. Das so entstandene Fotobuch erzählt anders wie herkömmliche Bücher seine Geschichte durch eine noch aufwändigere Sequenzierung nicht oder nur teilweise linear. Ein Foto kann so auch nach dem Umblättern aus der Mitte heraus noch stehen bleiben und verändert damit seine Wirkung.