Liebe Grüße


Die Serie „Liebe Grüße“  wurde im Rahmen des “Umwelt-Fotofestivals Horizonte Zingst” 2017 präsentiert.

Dreamland: Der Begriff »Umwelt« wird nicht (nur) in seiner politisch-ökologischen Bedeutung als Synonym einer schutzbedürftigen und schutzwürdigen Natur gesehen. Vielmehr geht es auch um den sozialen oder gesellschaftlichen Kontext. Umwelt wird umfassender als ein Gesamtsystem interpretiert, in dem sich der Mensch bewegt. Unsere Umwelt setzt sich nicht nur aus der uns umgebenden Natur zusammen, sondern ebenso aus dem Handeln und dem Sein des eigenen Ich und dem Menschen als gesellschaftliches Wesen als Ganzes. Alle Elemente dieses Umweltbegriffes stehen in Beziehung zueinander und beeinflussen sich in einem ständigen Prozess gegenseitig. Die Umweltverschmutzung als Ergebnis der Eingriffe des Menschen, ist nur eine besonders offensichtliche Ausprägung dieser Wechselwirkungen. 

Das Projekt „Liebe Grüße“ streift das in der Medienwissenschaft als „Iconic Turn“ bekannte Phänomen, das die Entwicklung von einer Text- zu einer Bildgesellschaft bezeichnet. Bilder spielen im modernen Medienkonsum eine immer größer werdende Rolle. Dieser Konsum, bewusst oder unbewusst, in allen möglichen Situationen des Alltags, steuert unsere Rezeption und Wahrnehmung der uns umgebenden Welt oder Realität. Hinter jedem gezeigten Bild in den Medien steht ein Selektionsprozess, eine Absicht oder schlicht eine bewusste (Be-)Werbung von bestimmten Inhalten.  Ich stellte mir innerhalb der Arbeit die Frage nach der Authentizität von Bildern oder der Authentizität von Orten. Inwieweit entsprechen die Fotos auf Postkarten wirklich der Realität?